Psychotherapie

Psychotherapie: Ein mutiger Schritt und kein Zeichen der Schwäche

Leide ich an einer ernstzunehmenden Angststörung? Bin ich ein depressiver Mensch? Worin liegen die Gründe, dass ich meinen Alltag nicht mehr bewältigen kann? Diese und viele weitere Fragen stellen sich tagtäglich Menschen, die durch unergründliche Angst, depressive Stimmungen und weiteren Probleme vor einem scheinbar nicht zu überwindenden Alltag stehen. In vielen Fällen blicken die Betroffenen auf ein traumatisches Erlebnis; ob dieses erst in jüngster Vergangenheit oder in weiter Ferne liegt, ist dabei von Fall zu Fall unterschiedlich und die vermeintlich unwichtigsten Ereignisse oder Erlebnisse können zu Angststörungen, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen führen.

Weißt du nur zu gut, wovon wir hier gerade reden? Dann solltest du weiterlesen, denn wir wollen dir den Weg in Richtung Psychotherapie erklären und dich von dem Irrglauben befreien, Psychotherapien seien ausschließlich etwas für „Verrückte“. Denn dies ist ganz im Gegenteil der Fall: Eine Psychotherapie kann dir dabei helfen, dein Leben wieder in geordneten Bahnen zu führen und auch wenn du dir dabei Hilfe von außen holst, bist am Ende doch allein du dafür zuständig, dein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. 




 

Warum der Gang in eine Psychotherapie kein Zeichen der Schwäche, sondern vielmehr der Stärke ist!

Viele Menschen sehen es als eindeutiges Zeichen der Schwäche, sich professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie zu holen. Ironischerweise sind zahlreiche Menschen, die diese Meinung vertreten, selbst Angstpatienten oder leiden an Depressionen, Schlafstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen. Warum denken aber so viele Menschen so? Viele Betroffene und auch Nicht-Betroffene verstehen den Ganz zum Therapeuten als Eingeständnis des persönlichen Versagens und der Tatsache, nicht mehr alleine mit seinem Leben klar zu kommen. Eine Psychotherapie bei einem professionell geschulten Berater gilt als Niederlage, welche auf diese Weise bestätigt wird. Doch genau das ist eine Psychotherapie gerade nicht!

Es gibt psychische Erkrankungen, die so belastend sind, dass viele Menschen Hemmungen haben, sich mit Nahestehenden, wie Freunden, dem Partner oder Familienmitgliedern, darüber auszutauschen. Oftmals ist gerade das intime Gespräch mit einer „neutralen Person“ hilfreich, Dinge zu benennen, die zuvor noch niemals laut ausgesprochen wurden. Ein professionell geschulter Therapeut im Rahmen einer Psychotherapie kann eine solch neutrale Instanz sein und durch ehrliche Gespräche können zusammen nach Ursachen für das Leiden, aber auch nach Lösungsansätzen gesucht werden. Ist auf diese Weise der erste Schritt getan, verlieren viele Betroffene nach und nach die Hemmungen, über ihr Problem zu sprechen und vertrauen sich mit der Zeit auch nahestehenden Personen in ihrem Umfeld an – dies gilt stets als Teilerfolg der Psychotherapie!

Darum ist die Psychotherapie mehr Freund als Feind

Diese ersten Fakten sehen wir als berechtigten Grund, dir die folgende Frage zu stellen: Warum den Psychotherapeuten nicht einfach als Helfer bei einem Leiden sehen? Warum eine Psychotherapie nicht als mögliche Rettung, statt als Eingeständnis sehen? Mit Blick auf unsere heutige Gesellschaft lässt sich sagen, dass für jegliche Belange Hilfe gewährleistet werden kann. Brichst du dir das Bein, geht’s zum Chirurgen, hast du Zahnschmerzen, wird der Zahnarzt aufgesucht. Warum also bei seelischen Schmerzen nicht zu einem Therapeuten gehen und eine Psychotherapie machen?! Durch ihren Abstand von dir sowie der Tatsache, dass sie weder befangen, noch unmittelbar betroffen sind, können rational Lösungsansätze ergründet werden.

Und am Ende muss stets der folgende Punkt berücksichtigt werden: Ein Therapeut kann dich zwar bei der Bewältigung deiner Krankheit unterstützen, doch er kann sie nicht mit einem Fingerschnippen in Wohlgefallen auflösen – dafür bist nur du zuständig! Kurzum, ein Therapeut kann als Begleiter durch eine Reise angesehen werden, an deren Ende ein Leben ohne Angst und Sorgen stehen kann! Grund genug also, einen genauen Blick auf die Psychotherapie, ihre Arten sowie Abläufe zu werfen.




 

Mit der Psychotherapie Schritt für Schritt in ein neues altes Leben!

Auch wenn alle vier Formen der Psychotherapie auf unterschiedliche Art und Weise vollzogen werden, so treffen sie sich doch alle in einem gemeinsamen Nenner wieder: dem Zusammenspiel mit dem Therapeuten, der dich dabei unterstützen will, deine Angststörung, Depression oder anderweitige Erkrankung in ihrem Kern zu greifen und zu besiegen. Eines ist dabei sicher: Ein Zeichen der Schwäche ist der Gang in eine Psychotherapie keineswegs! Vielmehr geht es hierbei um den Kampf gegen eine Erkrankung, der eine ganze Menge Mut und Kraft erfordert. Neben der Psychotherapie können Psychologen auch mittels verschreibungspflichtiger Medikamente Einfluss auf deine psychische Situation nehmen. Dabei sollte aber nicht der Irrglaube aufkommen, dass dir Therapeuten so mir nichts, dir nichts Medikationen verschreiben. Vielmehr funktioniert eine Dosierung bestimmter Psychopharmaka wie etwa Antidepressiva ausschließlich im Zusammenspiel mit der Psychotherapie!

Die folgende Einsicht sollte dringend aus diesem Text rund um das Thema Psychotherapie gezogen werden: Eine Psychotherapie hat nichts mit Schwäche zu tun! Vielmehr ist sie ein Zeichen von Stärke! Indem offen über das geredet werden kann, was dich bewegt, bist du den ersten Schritt in Richtung Heilung gegangen – dabei ist der Therapeut lediglich ein neutraler Richtungsweiser in deinem Kampf gegen die Angst oder Verzweiflung! Den eigentlichen Kampf fechtest einzig und allein du aus, also lass dich von einem Profi im Rahmen einer Psychotherapie ein Stück weit führen, um ein nachhaltig angstfreies Leben führen zu können!

 Hier finden Sie mehr Informationen über PanikstörungAngstzustände, Panik

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