Erschöpfungssyndrom

Bist du auch manchmal müde, obwohl du keine Ursachen dafür finden kannst? Eventuell leidest du an dem Erschöpfungssyndrom.




 

Was ist das Erschöpfungssyndrom? 

Das Erschöpfungssyndrom kennzeichnet sich an einer anhaltenden Müdigkeit ohne feststellbare Ursachen oder Gründe für das Auftreten. Bis heute liefert die Wissenschaft keine genaue und einheitliche Definition. Des Weiteren ist ebenfalls auch die Einordnung in ein bestimmtes Fachgebiet noch völlig ungeklärt. Das liegt daran, dass die Erkrankung erst ungefähr 1980 als wirkliche Krankheit anerkannt wurde. Alleine in Deutschland sollen schätzungsweise 300.000 Menschen von ihr betroffen sein. Die meisten der Betroffenen dieser Krankheit sind Frauen zwischen 30 und 45 Jahren. Der Erkrankungsort liegt im Nervensystem. Es ist leicht zu verwechseln mit der sogenannten Fatigue, auch eine weit verbreitete Beschwerde, welche oftmals bei Krebspatienten auftritt, das ebenfalls die gleichen Beschwerden bereiten, allerdings eine klare Ursache aufweisen und einen besseren Verlauf haben. 

Welche Auslöser / Ursachen gibt es für das Erschöpfungssyndrom? 

Es gibt vielerlei Auslöser oder Ursachen für das mögliche Entstehen dieser Krankheit. An erster Stelle stehen Virusinfekte. Aber auch traumatische Erlebnisse oder Verletzungen, wie zum Beispiel ein Unfall oder ein Gespräch in der Vergangenheit, können Gründe dafür darstellen. Zudem bestehen weitere Ursachen, die als Auslöser für das Erschöpfungssyndrom in Frage kommen. Beispielsweise eine Störung im Immunsystem, bestimmte Ungleichgewichte im Hormonhaushalt, das bedeutet, dass einige Hormone weniger oder mehr produziert werden, als andere, oder auch psychische Belastungen. Außerdem kann die Erkrankung von zusätzlichem Stress oder sich wiederholenden Infekten verstärkt werden. Auch eine stetige Überforderung des Betroffenen kann weitere negative Folgen hervorrufen. Es kann aber auch genetisch vererbbar sein, ohne weitere Auslöser. 




 

Wie erkennst du das Erschöpfungssyndrom? / Welche Symptome gibt es?

Ebenso wie mögliche Ursachen gibt es viele Symptome, die auf ein Erschöpfungssyndrom schließen lassen. Typische Symptome sind Schlaf-, sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Aber auch dauerhafte, depressive Stimmungen oder bestimmte Ängste können auf diese Erkrankung deuten. Des Weiteren sind auch schmerzende Muskeln, als auch Glieder, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, oder eine Magen-Darm-Störung können Anzeichen sein. Des Öfteren kommt es vor, dass die Betroffenen eine gewisse Nahrung nicht mehr vertragen wie vorher. Zudem sind sie auch oft sehr anfällig gegenüber Licht und Geräuschen. In sogar 40 Prozent einer psychiatrischen Folgeerkrankung tritt meist eine Depression oder eine Angststörung hervor. Aber bitte verfalle nicht in Panik, wenn du nun eins der oberen Symptome hast. Einzelne, oder wenige dieser Faktoren schließen oftmals nicht sofort auf eine Erkrankung. 


Erschöpfungssyndrom


Wie kannst du das Erschöpfungssyndrom heilen? / Welche Therapien gibt es? 

Als erstes muss gesagt werden, dass das Erschöpfungssyndrom die Menschen unterschiedlich stark belastet. Daher gibt es auch keine festen Behandlungen. Für die Betroffenen werden individuelle Behandlungsmethoden erstellt und angewandt, je nachdem, wie schwer das Erschöpfungssyndrom denjenigen beeinflusst oder welche Beschwerden er hat. Oft hilft auch die Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln. Auch Antidepressiva kann gegen die Erkrankung helfen. Vielen Betroffenen wird auch oftmals eine Gesprächspsychotherapie vorgeschlagen, wobei der Nutzen und das Ergebnis davon allerdings wieder von Person zu Person variieren. Sicher ist aber, dass eine Verhaltenstherapie, die direkt auf einen einzelnen Betroffenen speziell angepasst und zugeschnitten wurde, fast in allen Fällen gegen die Krankheit hilft. Es kann jedoch auch nach einiger Zeit wieder von alleine gehen. Allerdings sollte man aufpassen, da eine Überforderung des Betroffenen, oder erneut auftretender Stress zu Rückfällen der Krankheit führen kann. Daher sollte man nach einer erfolgreichen Therapie die Ursachen ab sofort meiden. 

Wie kannst du das Erschöpfungssyndrom vorbeugen? 

All diese Ursachen und Symptome hören sich böse an. Aber es gibt eine Reihe von 
sehr einfachen Tipps und Tricks, mit denen man das Erschöpfungssyndrom erst gar nicht bekommen kann. Zuerst sollte man jeglichen Stress vermeiden. Du kannst dir einen Plan für deinen Tag erstellen, indem du all deine Termine einträgst, um einen gut strukturierten und stressfreien Tag zu erleben. Treibe regelmäßig Sport, um deinen Stress zusätzlich zu reduzieren. Zudem solltest du darauf achten, dass deine Ernährung stets ausgewogen und gesund ist. Du kannst öfters selber verschiedene Gerichte kochen. Als letztes sollte man auf Alkohol verzichten. Auch sonstige weitere Lebensmittel, die du nicht gut verträgt, solltest du besser meiden.




 

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