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Soziale Phobie – Entstehung und Selbsthilfe

Die Soziale Phobie oder auch Sozialphobie ist gekennzeichnet durch Ängste, die in bestimmten Situationen in Anwesenheit anderer Menschen sowie in bestimmten Leistungssituationen auftreten.

Die Soziale Phobie und Angststörungen sind weit verbreitet

Fast 30 Prozent aller Menschen sind im Laufe ihres Lebens über eine längere Zeit von einer Angststörung betroffen. Es gibt unterschiedliche Formen
von Angststörungen und sie werden nach den unterschiedlichen Merkmalen und nach ihrem Auftreten eingeteilt. Zu erwähnen sind besonders Panikattacken, Spezifische Phobien, Soziale Phobien sowie Posttraumatische Belastungsstörungen.

Der Begriff Soziale Phobie leitet sich vom Namen des griechischen Gottes Phobos ab, der seine Feinde das Fürchten lehrte. Die Soziale Phobie zählt zwar nicht zu den häufigsten Angststörungen, dennoch sind rund zehn bis 13 Prozent der Bevölkerung von dieser Angst-Erkrankung betroffen.

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Was ist eine Soziale Phobie?

Die Soziale Phobie ist jene Angst, die durch Konfrontation mit bestimmten sozialen Situationen oder Leistungssituationen ausgelöst wird und die häufig zu Vermeidungsverhalten führt. Die Soziale Phobie macht sich bemerkbar, indem Sie starke Angst davor haben, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren oder gedemütigt zu werden. Die Soziale Phobie äußert sich gewöhnlich als Angst, vor einem größeren Publikum zu sprechen, die Angst in einer geselligen Runde zu sitzen oder die Angst vor anderen Menschen etwas zu schreiben. Wird von einer Sozialen Phobie gesprochen, muss das Kriterium der starken Beeinträchtigung gegeben sein.

Haben Sie zum Beispiel Angst davor, in der Firma einen Bericht oder eine Arbeit vorzustellen, ohne vorbereitet zu sein, liegt natürlich keine Soziale Phobie vor. Bei einer Person, die Angst davor hat, in der Öffentlichkeit zu sprechen, diese Situation aber nicht regelmäßig im Beruf oder in der Ausbildung ausgesetzt ist und auch nicht leidet, würde man nicht die Diagnose Sozialphobie stellen. Um eine Diagnose stellen zu können, müssen Sozialphobiker auch selbst davon überzeugt sein, dass die Ängste übertrieben und unbegründet sind. 

Wie entsteht soziale Phobie?

Die Soziale Phobie hat vielgältige Ursachen. Sowohl psychologische als auch körperliche Faktoren können eine Rolle spielen. Bei der Sozialphobie gibt interessante Hinweise auf biologische Faktoren (Gene). So existiert beispielsweise eine Therapie, der zufolge die Soziale Phobie durch eine Überaktivität von Norepinephrin ausgelöst wird. Menschen mit einer Angststörung haben demnach einen Überschuss an Norepinephrin. Sie besitzen zu viele Nervenzellen, die Norepinephrin aufnehmen oder diese Nervenzellen sind überaktiv. Milchsäure, eine chemische Substanz, die sich nach starker Anstrengung auf natürliche Weise im Körper bildet, könnte insbesondere bei Panikattacken eine wesentliche Rolle spielen.

Zudem ist zu beobachten, dass Soziale Phobien, wenn auch wirklich sehr selten, im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen auftreten können. Zum Beispiel bei einer Überfunktion der Schilddrüse oder bei einer Herzerkrankung. Weiter Ursachen für die Soziale Phobie sind in der frühesten Kindheit zu finden. Dabei kann eine Überbehütung genauso der auslösende Faktor für die Soziale Phobie wie eine Zurückweisung der Eltern oder Alkoholismus der Eltern sein. Ebenso dürften ein geringes Einkommen, längere Arbeitslosigkeit und soziales „Außenseitertum“ Gründe für eine Soziale Phobie sein.

Eine bedeutsame Rolle in der Entstehung für die Soziale Phobie spielen jedoch psychologische Faktoren. Die meisten Ängste, die Sozialphobiker erleben, haben Sie im Laufe Ihres Lebens erlernt. Ergebnisse aus dem Bereich der Lernpsychologie zeigen, dass bereits ein unangenehmes oder beängstigendes Erlebnis dazu führen kann, dass Sie von diesem Tag an in ähnlichen Situationen Angst verspüren und schlimmstenfalls an Sozialphobie leiden. In der Folge generalisieren die Ängste manchmal so stark auf andere Bereiche, dass der Zusammenhang zwischen den Ängsten und der ursprünglich erlebten beängstigenden Situationen nicht mehr festzustellen ist.

Wie kann die Soziale Phobie behandelt werden?

wie kann Soziale Phobie bekämpft werden?

Bei der Sozialen Phobie bieten sich zum Beispiel die Vermittlung von sozialen Fertigkeiten sowie kognitive Therapieansätze an. Wenn Sie unter einer Sozialen Phobie leiden, dann werden Sie unsicher sein, welches Verhalten in welchen sozialen Situationen angebracht ist. Zudem fehlt Ihnen, bedingt durch die umfassende Vermeidung sozialer Situationen, oft die entsprechenden Fertigkeiten. Hier empfiehlt sich der Einsatz von Rollenspielen, in denen Sozialphobiker lernen und einüben, wie Sie sich in Angst auslösenden Situationen verhalten könnten. Darüber hinaus ist es aber auch notwendig, Ihre Wahrnehmungen und Erwartungen, die in den Angst auslösenden Situationen auftauchen, zu verändern.

Der effektivste Weg zur Veränderung von Wahrnehmungen und Erwartungen bei Sozialphobiker, ist oft das direkte Erleben belastender Situationen und ihre schrittweise Bewältigung. Bei einer Konfrontation können Sie erlernen, dass das konkrete Ergebnis der belastenden Situation keineswegs mit der befürchtenden Angst oder Katastrophe übereinstimmt. Diese Erfahrung verändert die Erwartungen eines Sozialphobiker an zukünftige Situationen.  

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Soziale Phobie – Durchbrechen Sie den Angstkreis

Der Angstkreis ist eingeteilt in die Bereiche Wahrnehmung, Angst, Gedanken, körperliche Veränderungen und körperliche Symptome. In jedem dieser Bereiche kann der Einstieg in den Angstkreis erfolgen und dieser in Gang gesetzt werden. Wie beispielsweise durch eine vermeintlich bedrohliche Situation durch das Lesen eines Artikels über Herzkrankheiten oder durch die Wahrnehmung von Veränderungen im eigenen Körper. Nehmen Sie zum Beispiel wahr, dass Ihr Herz aus irgendeinem Grund schneller schlägt, haben Sie das Gefühl, nicht mehr richtig durchatmen zu können. Der Angstkreis zeigt deutlich, dass die körperlichen Symptome der Angst stärker werden, wenn Sie besonders auf sie achten. Je ängstlicher Sie werden, desto stärker werden auch die körperlichen Symptome. Wenn Sie sehr ängstlich sind, neigen sie zu einer Überinterpretation physiologischer Empfindungen, wie zum Beispiel erhöhten Herzschlages.

Der Lebensstil beeinflusst die Soziale Phobie

Mit einer Sozialen Phobie leben, ist für Sie sicher nicht einfach. Sozialphobiker können jedoch neben der Psychotherapie und der medikamentösen Therapie mit Psychopharmaka durch die Veränderung Ihres Lebensstils und Ihrer Ernährung viel gegen die Ängste und der Sozialphobie tun. So verstärken Stress, falsche Ernährung und Schlafmangel die Angstzustände. Bauen Sie Stress ab, gönnen Sie sich regelmäßige Pausen und motivieren Sie sich zur Selbsthilfe. Wichtig sind Aktivitäten, die Sozialphobiker entspannen und Ihre Angst lösen. Bestens bewährt haben sich Yoga, Meditation und Entspannungsübungen, wie Autogenes Training oder Atemübungen zur Bewältigung einer Sozialphobie. Weiterhin spielt die Ernährung bei der Sozialen Phobie eine wichtige Rolle.

Achten Sie darauf, dass Ihre Ernährung aus Lebensmittel besteht, die viele Nährstoffe enthalten. Mineralstoffe und Vitamine sind für die optimale Versorgung des Gehirns unbedingt notwendig. Ist unser Gehirn optimal versorgt,werden Substanzen produziert, die Angstzustände erst gar nicht entstehen lassen. Auch sehr gut geeignet um Angstzustände aufzulösen sind hochwertige Proteine. Auch wertvolle Öle, wie zum Beispiel extra natives Olivenöl, Hanföl oder Leinöl und Gemüse mit einem geringen Stärkeanteil. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch mit Hilfe der Homöopathie Ihre Soziale Phobie lindern können. Es gibt verschiedene homöopathischen Mittel, die bei einer Sozialen Phobie zur Anwendung gelangen. Zum Beispiel kann Ihnen das Mittel Lachesis mutus bei Angstzuständen und mangelndem Selbstvertrauen oder Schüchternheit helfen. Calcium Carbonicum ist ebenfalls ein homöopathisches Mittel, das Ihnen ebenfalls bei der Behandlung der Sozialphobie helfen kann.

Hier finden Sie mehr zu Thema Generalisierte Angststörung, Angstzustände, Agoraphobie

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