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Psychische Erkrankungen – was ist das?


Psychische Erkrankungen werden mit einer deutlichen Abweichung der gesellschaftlichen Normvorstellung an psychischen Funktionen erklärt. Eine genauere Definition ist auf Grund der Vielzahl an Unterschieden Persönlichkeitstypen des Menschen und der variierenden persönlichen Lebensumstände des Einzelnen nicht möglich. 
Die Liste der psychischen Erkrankungen und damit verbundenen Symptome ist lang. Krankenbilder variieren sehr stark voneinander und werden oft unterschätzt und daher spät erkannt. Laut einer europaweit durchgeführten Studie leidet jeder Dritte Europäer an einer psychischen Störung.

Wie definiert man eine psychische Erkrankung?

Wenn der Kopf nicht so will wie er soll!

Einzuteilen sind psychische Erkrankungen einerseits anhand der Auswirkungen. Diese kann sowohl einem emotionalen als auch einem kognitiven Aspekt beeinflussen. Emotionale Aspekte betreffen den Bereich der Gefühle und wirken sich somit auf das Gefühlsleben des Erkrankten aus. Wenn kognitive Bereiche durch die Erkrankung beeinträchtigt werden, äußert sich dies beispielsweise an der Aufmerksamkeitsspanne, dem Gedächtnis oder generell gesagt dem Denken des Patienten. Eine weitere Art der Einteilung psychischer Erkrankungen liegt in der Ursache dieser. Dabei wird unterschieden zwischen seelischen Prozessen, wie beispielsweise dem Verlust eines geliebten Menschen, und neuropsychiatrischer, systemischer oder hirnorganischer Erkrankungen.

Sind psychische Erkrankungen eine Erfindung der Neuzeit?

Der Steinzeitmensch mit Burn-Out und der Ritter mit der bipolaren Störung.

Natürlich können wir nicht wissen, wie es bei den Menschen in der Steinzeit mit der psychischen Gesundheit aussah. Doch wissen wir, dass psychische Erkrankungen auch lange vor dem 21. Jahrhundert bekannt waren und mehr oder minder gut behandelt wurden. Im antiken Griechenland beispielsweise wurden humane Methoden zur Behandlung von psychischen Erkrankungen angewandt. Im alten Rom und später in ganz Europa wurden eigentliche Patienten oft als Besessene oder Hexen gebrandmarkt und verfolgt. 

 

Was sind die weitverbreitetsten psychischen Erkrankungen und ihre Symptome?

Volkskrankheit Depression, Allerweltsdiagnose Angststörung

Angststörungen betreffen fast jede siebte Person in Europa. Symptome einer solchen sind meist körperlicher Natur, wie beispielsweise Schwindel, Zittern oder auch Magen-, Darmbeschwerden. Die Erkrankungen werden oftmals erst nach Jahren erkannt, da Patienten die Angst, bei Nennung der Symptomatik, außen vor lassen. Angst ist eigentlich ein wichtiger Schutzmechanismus des Menschen. Erst wenn sie in eine Angststörung führt und den Alltag und das Leben des Betroffenen stark einschränkt wird es problematisch. Wenn Sie sich ständig niedergeschlagen fühlen, das Interesse an den meisten Dingen verlieren und sich zu alltäglichen Aktivitäten regelrecht zwingen müssen, sollten Sie sich fragen, ob sie wie etwa 7% aller Europäer an einer depressiven Episode oder Erkrankung leiden. Andere Merkmale können Ängste, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Selbstzweifel sein. 

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Nicht jede Anomalie im emotionalen oder kognitiven Erleben eines Menschen ist gleichbedeutend mit einer psychischen Erkrankung. Es liegt völlig im Bereich der Normalität das Menschen kurzzeitige Phasen geprägt von Stimmungsschwankungen durchleben. Dies ist bedeutet nicht, dass Sie an einer psychischen Erkrankung leiden. Außerdem gibt es Patienten, die nach einer depressiven oder psychotischen Episode völlig psychisch und emotional stabil weiterleben. Eine klare Definition, wann aus einem oder mehreren schlechten Tagen oder ungewohnten Reaktionen psychische Erkrankungen werden, ist aus medizinischer Sicht nicht möglich. Es spielt eine große Rolle, wie der Betroffene selbst das Ausmaß der Einschränkung und Belastung empfindet. Zur Diagnostik kann im Falle des psychischen Leidens daher keine Norm festgelegt werden. Fragebögen, die online zur Verfügung gestellt werden von mehr oder minder seriösen Anbietern, können für Sie ein Anhaltspunkt sein. Diese sollten jedoch in keinem Fall den Gang zum Arzt ersetzen. Psychische Erkrankungen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Wie sollten Sie verfahren, wenn sie psychische Erkrankungen vermuten?

Der Gang zum Psychologen – Wann bin ich denn verrückt geworden?

Psychische Erkrankungen sind nichts wofür man sich schämen muss. Es ist Ihnen auch nicht peinlich wenn Sie Schnupfen haben, oder?

Viele Menschen, die psychische Erkrankungen haben, trauen sich nicht sich Hilfe zu suchen. Dabei sind Angststörungen, Depressionen und Co. längst zu Volkskrankheiten geworden.

 Suchen Sie das Gespräch mit einem Facharzt und er wird es Ihnen bestätigen. Wichtig ist bei der Arztwahl vor allem, dass Sie sich wohl fühlen. Sagt Ihnen der Arzt nicht zu? Wechseln Sie zu einem Anderen. 

Wie können psychische Erkrankungen behandelt werden?

Viel reden oder einfach Tabletten?

Je nach Erkrankung und Ursache variiert natürlich auch die Therapie. Bei einigen Fällen konnten Störungen im Bereich des Hirnstoffwechsels festgestellt werden. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, können sogenannte Psychopharmaka zum Einsatz kommen. Diese sind zur Regelung eines Mangels oder Überflusses an Botenstoffen im Gehirn angedacht. Beispiele für solche Psychopharmaka sind zum einen Antidepressiva, Beruhigungsmittel und Neuroleptika aber auch sogenannte Stimmungsstabilisierer. Die Wirkung, Einnahmedauer und möglichen Nebenwirkungen variieren je nach Medikament und Dosierung. 

Ein weiterer vieleingesetzter Therapieansatz bei psychischen Erkrankungen ist die Psychotherapie. Diese kann sowohl ambulant, teilstationär und stationär erfolgen. Der Ablauf einer Therapie kann je nach Erkrankung und Therapeut variieren. Es gibt verschiedene Ansätze wie etwa die kognitive Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie und andere. Bei der Wahl des therapierenden Arztes ist es wichtig, dass der Patient sich gut aufgehoben und fachlich kompetent beraten fühlt.

Auch die Ergotherapie wird gerne zur Behandlung von Symptomen wie Konzentrationsstörungen oder Schlafprobleme verwendet. Durch gezielte Übungen soll hier zum Beispiel Selbstberuhigung wieder erlernt werden.

Was können Angehörige von psychisch Erkrankten tun?

Wenn der Ehepartner nicht mehr aufhören kann zu weinen

Psychische Erkrankungen betreffen oft den Alltag der ganzen Familie. Es ist vor allem wichtig, dass der Patient nicht das Gefühl vermittelt bekommt, dass er im Stich gelassen wird oder gar verrückt geworden ist. Einfühlungsvermögen und Verständnis sind das Wichtigste im Umgang mit Erkrankten. Es ist (in Maßen) gut, wenn Sie sich um den Patienten kümmern. Auf keinen Fall sollten Sie psychisch Kranke bemuttern und ihnen so das Gefühl geben, dass die Erkrankung noch schlimmer ist. Bedenken Sie vor allem, dass Symptome der psychische Erkrankungen, wie etwa Unlust, Müdigkeit oder Konzentrationsschwächen, nicht aus bösem Willen heraus auftreten. Der Patient will Sie nicht mutwillig verletzen, es ist rein ein Symptom seiner Krankheit. 

Wie kann man psychische Erkrankungen vorbeugen?

Prävention und Früherkennung

Um vor allem Erkrankungen, die oftmals stressbedingt sind, vorzubeugen, empfehlen sich zum Beispiel Kurse, die von Krankenkassen angeboten werden. Auch sportliche Aktivitäten, wie Yoga oder Kampfsportarten können durch Stärkung des Selbstwertgefühls bestimmte psychische Erkrankungen vorbeugen. Die Früherkennung ist vor allem bei Entwicklungsstörungen oder Suchtproblemen von Kindern und Jugendlichen wichtig und durch geschulte Pädagogen und Allgemeinärzten vermehrt möglich. So kann leichter vermieden werden, dass aus kleinen Problemen psychische Erkrankungen werden. 

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