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Panikattacken und Angstzustände

Panikattacken und Angstzustände – Der Ursprung

Bei dem Gefühl der Angst handelt es sich um ein urmenschliches Gefühl, denn es kann unser Leben retten. Wie das, fragen Sie sich jetzt? Diese Naturbedingte Emotion lässt uns Gefahren frühzeitig erkennen und ermöglicht so eine entsprechende Reaktion.

Mit ihrer Hilfe agieren wir vorsichtig und mit einer erhöhten Aufmerksamkeit. In der heutigen Zeit werden wir ständig mit Situationen konfrontiert, die ins uns Ängste auslösen können: die Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, nicht genügend Geld zu haben, die Sorgen um Familienmitglieder, die Angst vor Prüfungen, vor dem Zahnarzt. Dabei werden einige lediglich subjektiv als Bedrohung erlebt, obgleich objektiv keine Gefahr von dieser Situation ausgeht, beispielsweise beim Besuch des Zahnarztes.

Dies ist nicht verwunderlich, denn jeder Mensch hat eine andere Angstschwelle, ein unterschiedliches Angstniveau. Dabei reicht es von einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend bis hin zu heftigen Angstwellen, die zudem körperliche Beschwerden auslösen. Etwa 14 bis 25 Prozent aller Menschen erreichen irgendwann einmal in ihrem Leben einen Angstzustand, diese Angstzustände sind folglich weit verbreitet.

Aber wie kann man krankhafte Panikattacken und Angstzustände erkennen?

Es gibt Menschen, die Angstanfälle erleben, sie leiden unter einer Panikstörung nebst Panikattacken und Angstzustände.

Unter der Bezeichnung Panikattacken versteht man ein plötzliches auftretendes Angstgefühl, welches an seiner Intensität kaum noch gesteigert werden kann. Dabei ist der Auslöser keine bestimmte Situation, sie scheinen grundlos, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung. Innerhalb von ein paar Minuten erreicht die Angst des Betroffenen seinen Höhepunkt.

Damit sind die Angstzustände Auslöser für Panikattacken. Panikattacken und Angstzustände können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Es kommt zudem oftmals zu heftigen körperlichen Symptomen. Heftiges Zittern, Schmerzen und das Gefühl von Druck auf der Brust, heftiges Herzklopfen, Atemnot und auch Schwindelgefühle. Es ist nicht verwunderlich, dass der Betroffene denkt, ernsthaft erkrankt zu sein. Selbstverständlich können die eben benannten Symptome auch auf eine ernsthafte Erkrankung wie eine Angina pectoris oder aber einen Herzinfarkt hinweisen, daher ist es wichtig, dass ein ärztlicher Rat gesucht wird, um den körperlichen Ursachen auf den Grund zu gehen.

Hat man einmal Panikattacken und Angstzustände erlebt, so entwickelt sich oftmals eine zusätzliche Angst vor dem erneuten Eintritt einer solchen Situation. Deshalb werden Situationen gemieden, die Ähnlichkeit mit der Situation haben, in der die Panikattacke ausgelöst wurde. Viele Menschen ziehen sich in der Folge immer weiter zurück, was dazu führt, dass auch ihre Angstzustände stetig zunehmen. Letztlich beherrscht die Angst vor der Angst das Leben. Der soziale Rückzug verursacht weitere Probleme, die vorwiegend psychisch bedingt werden.

Die generalisierte Angst als Teil der Panikattacken und Angstzustände

Es gibt jedoch auch Ängste, die sich nicht panikartig, sondern schleichend bemerkbar machen. Erste Anzeichen sind ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, innere Anspannung und auch wachsende innere Unruhe. Dabei ist es schwer, geordnete und strukturierte Gedanken zu fassen, der Körper fühlt sich an wie gelähmt. Diese angsterfüllten Zustände kennt wohl jeder, der sich schon einmal in einer für ihn persönlich belastenden Situation wiedergefunden hat. Besteht das Angstgefühl über eine längere Zeit fort, vielleicht tritt es in unterschiedlicher Intensität auf, so bezeichnet dies eine generalisierte Angst.

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Welche Ursachen stecken hinter Panikattacken und Angstzustände?

Die Körperlichen Ursachen

Leidet jemand an einer schweren Krankheit und weiß von dieser Erkrankung, so ruft dies Ängste hervor. Diese ängstliche Erwartungshaltung verstärkt das subjektive Empfinden des Schmerzens zumeist um ein Vielfaches. Panikattacken und Angstzustände können also auch unmittelbare Symptome einer ernsthaften Erkrankung des Körpers/im Körper sein. Dabei stehen jedoch stets die körperlichen Anzeichen einer Krankheit im Vordergrund, die kennzeichnend sind. Beispielsweise können Erkrankungen am Herzen mit Beschwerden in der Herzgegend, dem Gefühl der Brustenge, aber auch Atemnot einhergehen und Angstgefühle auslösen. Gleiches gilt für Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma, diese können sowohl Atemprobleme und Hustenanfälle, als auch Ängste auslösen.

– Bei einigen Erkrankungen des Nervensystems kann es ebenfalls zu Angstzuständen kommen, beispielsweise wurde diese Entwicklung bei multiple Sklerose, der Parkinson Krankheit aber auch bei Demenzkranken beobachtet.

– Ängste können zudem bei Störungen der Schilddrüsenfunktion auftreten, wenn diese eine ausgeprägte und damit lebensbedrohliche Überfunktion aufweist.

Medikament als Ursache: Es gibt auch Medikamente, die Panikattacken und Angstzustände auslösen bzw. diese verstärken können. Das ist insbesondere denkbar bei Medikamenten, die zur Behandlung einer psychischen Erkrankung eingesetzt werden. Aber auch bei Medikamenten zur Behandlung von Parkinson, sowie zur Behebung von Hirnleistungsstörungen oder auch zur Behandlung von bakteriellen Infektionen (Antibiotika) können diese Folgen haben. Bei erkennbaren bzw. spürbaren Nebenwirkungen sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Drogen und Alkohol als Ursache: Da suchterzeugende Substanzen in den Gehirnstoffwechsel eingreifen, verändern sie auf diese Art und Weise die Wahrnehmung, aber auch das Denken und die Psyche. Teil der Folgen von Alkoholmissbrauch oder auch Drogensucht sind nicht selten Ängste, Depressionen und Wahnvorstellungen. Auch bei Entzug von Alkohol oder Drogen können Angstzustände auftreten. Im Gegensatz dazu kann ein Suchtverhalten aber auch durch Ängste ausgelöst werden.

Die Psychischen Ursachen

Wurden körperliche Ursachen durch den Arzt ausgeschlossen, so wird „das Problem“ psychische Ursachen haben.

– Die psychischen Ursachen: (alltäglicher) Stress, das Burnout-Syndrom oder andere seelische Belastungen, die subjektiv als intensiv empfunden werden, sind in der Lage, Panikattacken und Angstzustände auszulösen. Angsterkrankungen sind eine der Hauptursachen für ausgeprägte Angstgefühle. Dabei treten diese in unterschiedlichen Formen auf: als Phobien, als Panikstörungen oder auch als generalisierte Angststörungen. Zudem gibt es auch gemischte Angststörungen, dabei wirken krankhafte Ängste zusammen mit depressionalen Zügen.

Helfen kann hier lediglich ein Psychotherapeut oder auch ein Psychiater, denn nur diese sind in der Lage, die zugrundeliegende Störung aufzudecken und entsprechend zu behandeln.

Die Panikattacken und Angstzustände therapieren und sich selbst helfen

Um Panikattacken und Angstzustände therapieren zu können, gibt es mittlerweile kombinierte Therapiepläne. Dabei nehmen Verhaltenstherapien eine wesentliche Rolle ein. Leidet ein Patient lediglich unter leichteren Ängsten, so helfen meistens schon Entspannungstechniken, um Stress abzubauen.

Psychotherapeutische Hilfe ist immer sinnvoll, wenn sich jemand in einem starken seelischen Ungleichgewicht findet, welches ausschlaggebend für die Beschwerden ist. Keine Scheu, denn der Gang zum Fachmann ist der erste Schritt, sich seine psychische Erkrankung einzugestehen und Unterstützung anzunehmen, es ist ein Zeichen für ein verantwortungsbewusstes Verhalten nicht nur sich selbst gegenüber.

Ist die Ursache für die Angstzustände eine tief greifende Lebenskrise wie beispielsweise eine Trennung oder eine Trauerphase, so ist auch hier psychotherapeutische Hilfe sinnvoll. Zudem hilft auch ein aktiver Lebensstil, der viel körperliche Bewegung umfasst. Dadurch werden Spannungen gelöst und eine positive innere Haltung gestärkt.

Aber was können Sie selbst für sich tun, um Panikattacken und Angstzustände zu verringern?

– Der erste Schritt, um sich besser zu fühlen, ist das Eingeständnis der eigenen Empfindungen. Versuchen Sie herauszufinden, inwieweit sich Angstgefühle in Ihrem Alltag breit machen und Sie beeinträchtigen. Scheuen Sie nicht davor zurück, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Arbeiten Sie Konflikte auf, indem Sie beispielsweise an einer Therapie teilnehmen.

Entspannen Sie sich. Klingt leichter als es ist, aber Entspannung ist Bestandteil einer Angsttherapie. Hierbei kommen insbesondere progressive Muskelentspannung und auch autogenes Training in Betracht.

– Bauen Sie Stress ab. Beim Stressabbau helfen spezielle Methoden, mit denen Sie Überlastungen verringern können, dazu zählt insbesondere das Stressmanagement. Damit lösen Sie die alltägliche Dauerspannung.

Leben Sie gesund. Viel körperliche Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind Bestandteil des Heilungsprozesses bei Überwindung von Panikattacken und Angstzustände, dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um seelische oder körperliche Probleme handelt.

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