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Klaustrophobie – die Angst vor der Enge

Wenn Angst vor engen Räumen das Leben einschränkt

Jeder der unter Klaustrophobie/Raumangst leidet, weiß ganz genau, dass es völlig unbegründet ist Angst zu haben, dennoch ist der Betroffene machtlos. Doch deshalb muss niemand verzweifeln, denn es gibt wirksame Therapie gegen diese Krankheit und eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht ausgeschlossen.

Klaustrophobie was ist das?

Sie sollen einen Raum betreten, der Ihnen plötzlich unangemessen klein erscheint, Ihre Hände werden feucht, die Luft wird knapp, Ihnen wird schlecht, Schweiß bricht Ihnen aus und unter keinen Umständen wollen Sie diesen Raum betreten. Dann leiden Sie möglicherweise unter Raumangst medizinisch: Klaustrophobie: der Angst vor engen Räumen.

wie entsteht Klaustrophobie und was ist das?

Diese Angststörung wird häufig fälschlicherweise als Platzangst bezeichnet. Diese Angsterkrankung ist aber genau das Gegenteil davon, denn Platzangst bezeichnet die Angst vor weiten Flächen wie zum Beispiel Plätzen. Bei der Klaustrophobie/ Raumangst hat der Betroffene Angst vor oder in geschlossenen Räumen, insbesondere ohne sichtbare Fluchtmöglichkeit wie ein Fenster. Aber auch die Angst vor großen Menschenansammlungen wird als Klaustrophobie bezeichnet. Diese Angst gehört zu den sogenannten spezifischen Phobien bzw. Ängsten. Klaustrophobiker mit dieser Angststörung wissen häufig, dass sie unter einer irrationalen Angst leiden, aber sind ihr dennoch hilflos ausgeliefert.

Woher kommt Klaustrophobie?

KlaustrophobieDie Fachwelt mutmaßt, dass die Raumangst mit gemachten Erfahrungen zusammenhängt. Wer einmal in einem engen Raum „gefangen“ war, wie in einem steckengebliebenen Fahrstuhl, könnte Klaustrophobie entwickeln, wenn er wieder in einen Fahrstuhl einsteigen soll. Das negative Erlebnis des Steckenbleibens hat den potenziell zukünftigen Klaustrophobiker dann traumatisiert und zu einer Phobie geführt. Natürlich haben noch weit mehr Faktoren Einfluss auf das Ausbilden dieser, wie allgemeiner psychischer Stress oder Ihr aktueller psychischer Zustand.

Wie erkennen Sie Klaustrophobie und wie äußert sich diese?

Wie eingangs schon geschildert, zeigt sich die Angststörung Klaustrophobie sehr deutlich körperlich. Sie beginnen zu zittern, bekommen feuchte Hände, Atemnot, der Schweiß bricht ihnen aus. Bei der Raumangst beginnt Ihr Herz stark an zu klopfen bis hin zum Herzrasen. Wenn Ihnen die Luft wegbleibt, drohen Benommenheitszustände bis hin zur Ohnmacht. Einher gehen diese körperlichen Beschwerden mit Angstgedanken: „Wie komme ich hier wieder raus?“ oder „Ich komme hier nie wieder raus.“ Betroffene suchen in engen und geschlossenen Räumen sofort nach Fluchtmöglichkeiten. Klaustrophobiker klagen auch über ein eingeschränktes soziales Leben, da sie sich vorwiegend gern draußen aufhalten und somit in der Wahl der sozialen Interaktivitäten eingeschränkt sind. Ein einfacher Kinobesuch kann mit einer Raumangst zum Horrortrip werden.

Was können Sie gegen Ihre Klaustrophobie tun?

Klaustrophobie mit psychotherapeutischen Maßnahmen behandeln

Es stellt sich am Anfang die Frage, besonders für die Betroffenen, wie die Angst die immer wieder kommt behandelt werden kann ohne dass derjenige in Panik verfällt. Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Behandlung ist, die Phobie als Gegner ernst zu nehmen und den Klaustrophobiker mit seinen Ängsten zu konfrontieren. Das Ganze muss allerdings unter Beaufsichtigung eines erfahrenen Therapeuten passieren und die Umgebung muss kontrollierbar sein.
Der Patient muss auf jeden Fall den Mut haben, sich seiner Raumangst zu stellen um diese Angsterkrankung schrittweise kennen zu lernen um mit ihr umgehen zu können.

Welche Therapie ist gegen Klaustrophobie erfolgversprechend?

Besonders wirksam bei dieser Raumangst hat sich eine sogenannte Konfrontationstherapie herausgestellt. Auch wenn es für den Betroffenen dieser Angststörung nicht einfach ist, muss er von dieser Therapie überzeugt werden. Doch für den Betroffenen ist dies die einzige Möglichkeit, aus dieser prekären Angstsituation wieder herauszukommen, indem er sich seiner Angst wirklich stellt. Die Angstsituation die dabei entsteht, ist mehr als unangenehm für den Klaustrophobiker. Es ist ja das unangenehmste was er für stützt, die man sich jetzt gegenübersieht.
Doch es ist das einzige wirksame Mittel gegen Klaustrophobie anzukommen.
Sehr hilfreich ist auch eine kognitive Verhaltenstherapie. Durch die bewusste Beobachtung von Körperreaktionen, Gedanken und Gefühlen lernen die Betroffenen die Raumangst besser kennen und sind dann in der Lage einzuschätzen, was die Angsterkrankung steigert oder reduziert. Diese kann unterstützt werden durch Atemtechniken und einem Entspannungstraining. Außerdem ist es sehr nützlich, progressive Muskelentspannung anzuwenden. Die ist alles dient der Erforschung der Ursachen der Klaustrophobie, um dem Grund der Angst herauszufinden.

Müssen Medikamente gegen Klaustrophobie eingesetzt werden?

Bei der Behandlung der Raumangst muss die psychotherapeutische Behandlung im Vordergrund stehen. Wenn allerdings die Ängste zu groß werden, und ein Patient sich absolut nicht in geschlossenen Räumen aufhalten kann, sind bestimmte Medikamente vorübergehend zu empfehlen.
Das darf allerdings nicht zu einer dauerhaften Maßnahme werden, denn Klaustrophobie ist nicht wirklich mit Medikamenten zu heilen. Die psychotherapeutische Behandlung ist die einzig wirksame Methode, die Klaustrophobie erfolgreich zu bekämpfen.
Medikamente können nur oberflächlich die Symptome der Raumangst behandeln, doch niemals die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung.

Wie überwinden Sie diese?

Wenn Sie betroffen sind, zögern Sie nicht und suchen Sie einen Arzt auf. Erfahrungen zeigen heute, dass Menschen mit Klaustrophobie sehr gut geholfen werden kann. Die Aussicht auf deutliche Besserung bis hin zum Verschwinden der Angst ist groß. Dazu gehört natürlich Mut, denn Bestandteil einer Therapie gegen Klaustrophobie ist die Konfrontation mit Ihrer Raumangst. Keine Sorge, das passiert in kontrollierter Umgebung, begleitet von einem erfahrenen Therapeuten und in Ihrem Tempo. Begleitet werden kann die Konfrontationstherapie mit einer kognitiven Verhaltenstherapie, in der u. a. der Ursache Ihrer irrationalen Angst auf den Grund gegangen wird.

Ist die Ursache erst mal erkannt, ist der Weg zu einer Besserung geebnet. In Fällen mit massiver Klaustrophobie/ Raumangst können auch homöopathische Mittel und Hypnose therapieunterstützend wirken. Haben Sie sich entschlossen, sich Ihrer Angst zu stellen und sie behandeln zu lassen, suchen Sie sich einen Vertrauten, einen guten Freund, Ihren Partner und weihen Sie ihn ein. Sie werden sehen, das ist eine enorme Stütze bei den Höhen und Tiefen einer Therapie. Auch Selbsthilfegruppen und einschlägige Foren im Internet geben Ihnen Hilfe und das Gefühl: Ich bin nicht allein.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten bei Klaustrophobie mit psychotherapeutischer Behandlung?

Eines kann vorweggenommen werden, Menschen die diese psychische Erkrankung (Raumangst) haben, haben eine sehr hohe Erfolgsquote bei der Behandlung. Ihre Krankheit endgültig loszuwerden, dafür stehen die Chancen sehr gut.