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Generalisierte Angststörung – Entstehung und Behandlung

Was ist eine Generalisierte Angststörung ?

Herzklopfen, Schweißausbrüche, Schwindel, Depersonalisation, dass alles sind Symptome der sogenannten Generalisierten Angststörung / Generalisierte Angststörung. Wenn Sie für mindestens 6 Monate unter solchen Problemen leiden, spricht man von dieser Erkrankung. Sie wollen nicht mehr das Haus verlassen und haben Angst vor allen möglichen Situationen, dabei kann es sich um familiäre, gesundheitliche oder finanzielle Sorgen handeln.

Ganz gleich woran Sie denken, die Befürchtung es könnte etwas Schreckliches passieren ist allgegenwärtig. Die Generalisierte Angststörung ist kein Zustand der kurzfristig vorhanden ist. Vor allem zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass man an dieser Störung erkrankt. Selbst wenn Sie anfangs nur körperliche Symptome wie Magendrücken, Kopfschmerzen oder innere Unruhe haben, kann das auf die Generalisierte Angststörung hinweisen.

Oftmals bleibt diese Erkrankung lange unentdeckt. Betroffene leiden sehr unter den Folgen, die Lebensqualität wird enorm eingeschränkt. Die Generalisierte Angststörung neigt sehr schnell zu Schwankungen und zur Chronifizierung.

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Wie entsteht eine Generalisierte Angststörung und warum sie bleibt

Die Generalisierte Angststörung kann durch Vererbung, genauso wie durch schlechte Bindung und Sicherheit in der Kindheit, entstehen. Wenn Sie in Ihrer Kindheit kein gutes Verhältnis zu Ihren Eltern, oder zu Bezugspersonen hatten ist die Wahrscheinlichkeit an der Generalisierten Angststörung zu erkranken größer. Die Generalisierte Angststörung kann allerdings auch erblich bedingt sein. Man vermutet das bei Menschen die eine Generalisierte Angststörung haben weniger der Botenstoffe im Gehirn vorhanden sind, die für die Entspannung sorgen.

Wer eine Generalisierte Angststörung hat, hat oftmals das Gefühl die Kontrolle zu verlieren. So sind besonders Situationen schwierig in denen Sie diese eben nicht haben, wie zum Beispiel an Ihrem Arbeitsplatz. Oft sind stresserzeugende Situationen gekoppelt mit unvorhersehbarem ein Nährstoffboden für Ihre Ängste. Das Erlebte kann so zur einer Erwartungsangst führen, Sie vermeiden Situationen weil Sie Angst vor etwas haben und kommen dadurch in einen Teufelskreis von immer wiederkehrender Angst. Wenn Sie eine Generalisierte Angststörung haben, haben Sie bald schon vorsichtshalber vor der Angst die Angst, damit Sie von bestimmten Ereignissen nicht enttäuscht werden können.

Wie findet man heraus, ob man eine Generalisierte Angststörung hat?

Die Generalisierte Angststörung hat vielerlei Anzeichen. Wenn Sie feststellen, dass einige der genannten Symptome tatsächlich immer wiederkehrend bei Ihnen auftreten können Sie zu einem Arzt Ihres Vertrauens gehen. Schildern Sie ihm Ihre Probleme und er wird Sie ganz sicher zu einem passenden Psychotherapeuten überweisen. Dort wird, mit Hilfe von Fragebögen, die genaue Ursache Ihrer Angststörung erarbeitet. Falls nötig wird auch schon über einen eventuellen Aufenthalt in einer für die Generalisierte Angststörung angepasste Klinik
gesprochen.

Doch was können Sie als Angehöriger oder Familienmitglied tun, wenn jemand aus dem eigenen Kreis unter dieser Störung leidet? Wichtig ist dass Sie sich bei Menschen die eine Generalisierte Angststörung haben nicht selbst zu sehr einschränken. Natürlich ist es immer gut über die Generalisierte Angststörung Bescheid zu wissen, selbst wenn Sie nicht darunter leiden. Oft können Sie Betroffenen schon gut helfen indem Sie einfach Verständnis für die Erkrankung haben. Falsch wäre es jedoch, wenn Sie aufgrund der Angst Ihres Familienmitglieds sich in eigenen Aktivitäten einschränken. Versuchen Sie Ihren Angehörigen nicht zu sehr zu besänftigen wenn Ihm eine Situation Angst macht. Das mag vielleicht kurzfristig helfen, langfristig werden seine oder ihre Sorgen dadurch aber aufrechterhalten.

Wie wird eine Generalisierte Angststörung behandelt?

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gegen die Generalisierte Angststörung. Als Erstes und an oberster Stelle steht die Psychotherapie, hierbei vor allem die kognitive Verhaltenstherapie. Haben Sie zum Beispiel Angst vor dem Aufzug, wird Ihr Therapeut darauf hin arbeiten mit Ihnen öfters im Aufzug zu stehen und irgendwann einmal auch mit ihm zu fahren. Es wird analysiert warum Sie gerade davor Angst haben und wieso Sie keine Angst haben brauchen. So können sich diffuse Ängste auflösen. Bei dieser Art von Therapie wird also gezielt an den Angst auslösenden Mechanismen gearbeitet.

Wichtig ist dass Sie sich Ihren Ängsten stellen, so schwierig es auch sein mag. Nur wenn Sie den Teufelskreis durchbrechen, werden Sie Erfolge verbuchen können. Unterstützend zur Psychotherapie werden gerne selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) oder selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme Hemmer (SNRI) angewendet. Diese vermindern Ihre Angst auf ein erträgliches Maß. Zusammen mit der Psychotherapie konnte man bisher damit gute Ergebnisse erzielen. Die Medikamente haben die Angst gedämpft und dadurch konnte man besser an den Angst auslösenden Situationen arbeiten.

Die letzte Möglichkeit sind Benzodiazepine, das sind Medikamente die sehr schnell beruhigen. Der Nachteil an den Medikamenten ist allerdings dass sie nur kurzzeitig angewendet werden dürfen. Diese hochwirksamen Beruhigungsmittel machen nämlich, ganz im Gegenteil zu den anderen oben genannten Psychopharmaka, schnell abhängig. Als Letztes, aber nicht zu unterschätzen, ist die angewandte Entspannung. Dazu zählt progressive Muskelentspannung genauso wie Yoga oder Meditation. Die Generalisierte Angststörung kann mit Meditation, Entspannung und Psychotherapie gut behandelt werden. Nicht immer sind Medikamente nötig, aber sie können Ihnen in schwierigen Fällen helfen aus der Angststörung einen Ausweg zu finden.

Hier können Sie auch mehr über die Panikstörung, Depression, Agoraphobie erfahren.

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