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Depression – Ursachen und Symptome


Hinter dem Wort Depression vermuten viele Menschen, die nicht davon betroffen sind, eine Ausrede für Gefühlsschwankungen oder Unlust. Dabei gehören, Depressionen, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zu den Erkrankungen, die in ihrer Schwere am häufigsten unterschätzt werden. Studien ergaben, dass es in Deutschland rund 3,1 Millionen Menschen sind, die an Depressionen leiden. Werden die Personen hinzugerechnet, bei denen es depressive Episoden sind, ist die Zahl nochmals bis auf mehr als 4 Millionen Betroffene nach oben zu korrigieren. Dabei gibt es verschiedene Formen von Depressionen.

Definition:

Bei einer Depression handelt es sich um krankhafte psychische Störung. Sie sind durch mehr oder weniger spezifische Symptome, wie Antriebsstörungen (Abulie), Unterdrückung der Gefühle und Interessenlosigkeit, gekennzeichnet. Anatomisch sind Depressionen mit Senkungen gleichbedeutend. 

Arten von Depressionen:

Hier können Sie einmal sehen, ob einer der Arten von Depressionen auf Sie zutrifft. Es gibt wesentlich mehr Depressionen, als die folgend aufgeführten.

  1. Endogene Depression
  2. Manische Depression
  3. Reaktive Depression
  4. Postpartale Stimmungskrisen
  5. Burn-Out-Syndrome
  6. Saisonale Depression
  7. Alters-Depression
  8. Jugend-Depression

 

Ursachen der Depression

hier kommen mehrere Ursachen in Betracht. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen umweltbedingte Faktoren. Nochmals zur Frage, wer besonders gefährdet ist, an Depressionen zu erkranken. In vielen Fällen ist für eine Depression eine genetische Veranlagung vorliegend. Aber es können auch neuro-biologische Störungen und auch psychosoziale Faktoren maßgeblich sein. Liegen genetische Veranlagungen für eine Depression zugrunde, ist zu beobachten, dass sie familiär gehäuft auftreten. Der heutige Erkenntnisstand der Wissenschaft geht davon aus, dass Verwandte ersten Grades, dazu neigen, eine Depression zu entwickeln. Prozentual sind es rund 15 %. Das Risiko steigert sich nochmals, nämlich auf wenigstens 50 %, wenn es sich um eineiige Zwillinge handelt. Einer Erhöhung der Vulnerabilität (Empfindlichkeit) gegenüber der psychischen Belastbarkeit kann Vorschub geleistet werden. 

Eine Depression kann aber auch auf eine Stoffwechsel- und Funktionsstörung des Gehirns hinweisen. Der Grund ist, dass sich bei den Botenstoffen eine typische Veränderung vollzieht. Die wichtigsten und bekanntesten Botenstoffe, also Neurotransmitter sind:

  • Serotonin
  • Acetylcholin
  • Dopamin
  • Noradrenalin

Die Aktivität dieser Botenstoffe kann bei Patienten die an einer Depression leiden, erhöht sein. 

Bei den psychosozialen Faktoren handelt es sich um Entwicklungs- und Persönlichkeitsfaktoren. Bei einer Depression können sie bis in die Kindheit zurückverfolgt werden. Oft sind es Kinder von Eltern, die sie zu fürsorglich aufziehen und sehr ängstlich bei der Erziehung sind. Die Betroffenen sind später gar nicht oder nur teilweise in der Lage Stresssituationen zu bewältigen, was eine Depression nach sich ziehen kann. Es sind aber auch Kinder, die häufig erkrankten, sodass sich die Eltern ihrerseits immer mehr in der Verantwortung sehen, die Kinder noch mehr zu schützen. Traumas im Kindesalter, wie Verlust eines Elternteils, Sexueller Missbrauch, Unverarbeitete schwierige Ereignisse, können die Ursache für eine Depression sein.

Ebenso kausal, wie Verluste können, die übertriebene Korrektheit und die Bereitschaft sich aufzuopfern, in Betracht bezogen werden, wenn ein Patient mit einer Depression vorstellig wird. Nachgewiesen werden konnte, dass es zu neurobiologische Reaktionen kommen kann. Hierfür reichen bereits Lebenssituationen aus, die von Stress geprägt sind. Der Körper produziert das Stresshormon Cortisol verstärkt. Diese erhöhte Konzentration konnte im Blut der Patienten mit einer Depression nachgewiesen werden. Doch eine Depression kann auch auf körperliche Krankheiten zurückzuführen sein. Am häufigsten fallen hierbei Chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Krebs auf.

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Symptome der Depression

Bei einer Depression sind die Symptome in zwei Gruppen einzuteilen. Es handelt sich um die allgemeinen Anzeichen und um die körperlichen Anhaltspunkte.

1. Die allgemeinen Anzeichen

Nach den Schlafstörungen fällt das morgendliche Aufstehen schwer. Es kommen die Lustlosigkeit und die Konzentrationsschwierigkeiten hinzu. Betroffene sind damit beschäftigt, ständig zu grübeln und sind nicht in der Lage sich selbst zu motivieren. Es steigt die Müdigkeit und es sinkt die Belastbarkeit. Schuldgefühle führen auch zur Interesselosigkeit, die sich bis auf den sexuellen Bereich erstrecken können. Bei einer Depression breitet sich eine innere Unruhe aus, die Sensibilität und der Pessimismus sind auf dem Vormarsch. 

2. Körperliche Symptome

Anhand dieser Symptome kann noch nicht klar diagnostiziert werden, dass es sich um eine Depression handelt. Sie treten nicht gemeinsam bzw. gebündelt auf, sodass andere Erkrankungen nicht auszuschließen sind. Daher spielen die körperlichen Anzeichen, die auf eine Depression hinweise, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Magen-Darm-Probleme (Verstopfungen, Durchfall, Magenkrämpfe), Gewichtsveränderungen (meist Gewichtsverlust aber auch Gewichtszunahme), Schmerzen, meist chronisch (Kopf und Rücken) oder Muskelverspannungen (Nacken und Schultern), Kraftlosigkeit.

Weniger häufig finden sich noch Anzeichen wie, Flimmern und anderen Sehstörungen. Die Patienten klagen über das Gefühl von einem Kloß im Hals. Sexuelle Funktionsstörungen können Männer (Erektionsprobleme) und auch Frauen (vaginale Trockenheit) betreffen. Aber auch die körperlichen Anzeichen können nicht als spezifisch für eine Depression bezeichnet werden. Daher kommt der Diagnostik eine besondere Bedeutung zu. 

Diagnostik bei Verdacht auf Depression

Wo bekomme ich Hilfe? Bei der Depression nehmen die Gespräche mit dem Hausarzt oder dem Psychologen einen großen Teil der Diagnostik ein. Es werden Beispielfragen gestellt oder die Betroffenen füllen Fragebögen aus. Inhaltlich entsprechen sie den, in der Forschung festgestellten Merkmalen, für Depressionen. Nach der Auswertung wird nicht nur festgestellt, ob eine Depression vorliegt, sondern welcher Schweregrad vorliegt. 

Die Basis um die Verdachtsdiagnose Depression zu bestätigen besteht darin, dass es wenigstens je zwei Kernsymptome und zwei Zusatzsymptome vorliegen, die innerhalb von mindestens zwei Wochen müssen diese auftreten. Die körperlichen und psychotischen Symptome geben Auskunft über den Schweregrad der Depression. Zum weiteren Verlauf sind vor allem auch die depressiven Anzeichen bezüglich von suizidalen Gedanken zu prüfen. 

An dieser Stelle sei erwähnt. Dass es Kriterien, die bei der Diagnostik von einer Depression zu erfüllen sind. Diese unterliegen den Vorgaben der international anerkannten Diagnose- und Klassifikationssysteme. Diese enthalten auch die anzuwendenden Diagnoseschlüssel, wie beispielsweise ICD-10. ICD steht für „Internationalen statistischen Klassifikationen der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“. 

Behandlungen der Depression

Was hilft gegen Depressionen?

Der aktuelle Forschungsstand sagt aus, dass eine medikamentöse Behandlung, eine psychotherapeutische Behandlung oder auch eine Kombination beider eben genannten Behandlungsformen, erfolgsversprechend ist. Bei den Präparaten stellt sich die Frage, hilft Homöopathie gegen Depressionen? Viele dort verwendete Arzneien haben sich als geeignet erwiesen.

Eine pauschale Aussage, welche Behandlung zur Anwendung kommt, lässt sich nicht treffen. Es hängt vom Schweregrad der Depressionen, aber auch von den einzelnen Persönlichkeiten ab. Dazu sind die Ergebnisse der Patientengespräche ausschlaggebend. Wichtig ist es, dass die Betroffenen ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt aufbauen und nach und nach offen über die Ursachen und die Symptomatik sprechen zu können. 

Ziel einer Therapie ist es: 

  • Herstellung des inneren Gleichgewichts
  • Integration in den beruflichen und sozialen Alltag
  • Minimierung eines Rückfalls bzw. einer Wiedererkrankung

Bei einer Therapie gegen Depressionen werden drei Abschnitte durchlaufen. Dabei handelt es sich um die

  1. Akuttherapie
  2. Erhaltungstherapie
  3. Rezidivprophylaxe 

Wie es der Begriff schon vermuten lässt, ist die Akuttherapie die Stufe, bei welcher es gilt, die derzeit vordergründigen Beschwerden von Depressionen effizient zu behandeln. Es bedeutet für den Patienten eine schnelle, gute und umfassende Behandlung.

Ebenfalls durch den Begriff Erhaltungstherapie kann geschlossen werden, dass es sich um eine Therapie geht, welche die begonnen Schritte weiterführt, soweit erkennbar ist, dass sie bei dem Patienten anschlägt. Der medikamentöse Teil benötigt einen Zeitraum von bis zu 9 Monaten. Die psychologische Betreuung hingegen kann bis zu einem Jahr dauern. Ziel ist es, den erreichten Zustand des Patienten zu stabilisieren. Damit die Gefahr von einem Rückfall minimiert wird, sollte die Behandlung lieber etwas länger fortgeführt werden. In jedem Fall ist bei Depressionen davon abzuraten, die Behandlung vorzeitig abzubrechen. Oft kann beobachtet werden, dass Patienten, sobald eine spürbare Verbesserung ihres Zustandes zu verzeichnen ist, dazu neigen. Individuell ist bei Patienten mit einer Depression die Entscheidung zu treffen, ob die Erhaltungstherapie ausreichend ist oder sich weitere Behandlungen anschließen sollten.

Die dritte Phase stellt die Rezidivprophylaxe dar. Auch hier ist abzuwägen, bei welchen Patienten sie sinnvoll erscheint. In jedem Fall für Menschen mit Depressionen, welche schon mehrfach einen Rückfall erlebt haben und bei Patienten, bei den die Depression schon so weit ausgeprägt ist, dass sie als chronisch eingestuft werden kann.

Weitere Fragen zum Thema Depressionen

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist, kann man Depressionen vorbeugen?

Ja, Punkte die Depressionen entgegenwirken ist die Lebensweise. Wenn es Ihnen möglich ist, bauen Sie regelmäßige Entspannungsübungen und auch Zeiten der Meditation ein. Geben Sie Obacht auf ihre Ernährung und meiden sie den übermäßigen Genuss von Alkohol bzw. nehmen Sie keine rezeptpflichtigen Medikamente ohne ärztliche Verordnung ein.

Falls Sie den Verdacht haben, an einer Depression zu erkranken, können Sie sich die Frage, wie erkenne ich eine Depression, mit ein wenig Zeit schon selbst prüfen. Es gibt online genügend kostenlose Fragebögen, deren Auswertung, schon Hinweise auf die Erkrankung geben. Sind Depressionen heilbar? Leider muss diese Frage mit Nein beantwortet werden. Doch sie können gut behandelt werden, sodass ihr Auftreten seltener bzw. sich kaum noch zeigt. Die Fragen, warum die Symptome der Depressionen am Morgen schlimmer als am Abend sind, kann nur so beantwortet werden, dass es sich um ein morgendliches Tief handelt. Es stehen schon Befürchtungen über den Verlauf des Tages im Raum. Das Aufstehen fällt meist schwer. Am Abend fallen diese Gedanken von den Betroffenen oftmals ab und es kann sogar zu einem Stimmungshoch kommen. 

Fazit

Leider gehören Depressionen auch noch zu Tabuthemen in der heutigen Zeit. Betroffene bemerken ihre Depression oftmals sehr spät und haben auch Befürchtungen, sich dazu zu bekennen. Sie haben Angst, von der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden. In der Regel verschwinden Depressionen ohne fachkundige Behandlungen nicht wieder von selbst. Je zeitiger mit der Behandlung begonnen wird, umso weniger tief könne sie die Depressionen manifestieren und die Rückfallquote ist bei diesen Patienten nachweislich geringer.

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